Optimierung der Produktion von Küvetten in großen Stückzahlen

Steigerung von Output und Qualität mit validierten Inline-Prozessen

Als weltweit tätiges Unternehmen, das sich auf die Automatisierung des Kunststoffspritzgusses spezialisiert hat, arbeitet die HAHN Automation Group mit führenden Herstellern zusammen, um komplexe Produktionsprozesse mit hohen Stückzahlen zu optimieren. Unser Kunde, ein internationales Healthcare-Unternehmen, benötigte Unterstützung bei der Neugestaltung und Optimierung eines bestehenden Fertigungsprozesses für Küvetten – mit dem Ziel, eine höhere Produktionsleistung, verbesserte Qualität und eine schnellere Produktionsaufnahme zu erreichen.

#MedTech #Diagnostik #Küvette #VarioTIP

 

  • VarioTIP®-Konzept für vollständige Kavitätensortierung und lückenlose Rückverfolgbarkeit
  • Hohe Flexibilität durch modularen Aufbau
  • Geringer Platzbedarf

 

Die Herausforderung

Der Kunde plante eine umfassende Neugestaltung seines Produkts, um erhebliche Materialeinsparungen zu erzielen, was mehrere Herausforderungen mit sich brachte. Der Fertigungsprozess musste optimiert werden. Ein zusätzlicher Prozess (Dichtheitsprüfung) musste in den nachgeschalteten Inline-Ansatz integriert werden und ersetzte die bisherige entkoppelte Konfiguration. Das Projekt erforderte außerdem die Bewältigung eines deutlich höheren Produktionsvolumens unter Einhaltung strenger medizinischer Qualitätsstandards. Die größte Herausforderung bestand darin, alle Vorgänge in einen einzigen Inline-Prozess zu überführen und Lösungen zu entwickeln, die diesen neuen Anforderungen gerecht werden.

Die Entwicklung einer Lösung

Die HAHN Automation Group verfolgte einen strukturierten, kooperativen Ansatz mit einem funktionsübergreifenden Expertenteam aus den Bereichen Automatisierung, Werkzeugbau, Schweißen und Qualitätssicherung, das von Anfang an eng mit dem Kunden zusammenarbeitete. Jeder wichtige Teilprozess – die schnelle Teileentnahme und die Dichtheitsprüfung – wurde auf der Grundlage der neuen Anforderungen analysiert, und erste Konzepte wurden anhand von Simulationen bewertet. Spezielle Machbarkeitsstudien und Mock-up-Tests validierten jeden Prozess und schufen eine solide Grundlage für das endgültige Maschinenkonzept.

Eine enge Zusammenarbeit und systematische Risikominderung ermöglichten die sichere Implementierung eines Systems mit hoher Kavität im ersten Produktionsschritt.

 

Prozessübersicht

  • Hochgeschwindigkeits-Teileentnahme aus der Spritzgießmaschine (SGM)
  • Dichtheitsprüfung
  • 100 % Sichtprüfung auf Teilemaße und optische Mängel
  • Verpackung in Trays oder als Schüttgut
  • Ausleitung nicht konformer Teile (NOK) und QS-Tray

Zykluszeit: bis zu 6 Sekunden
Ausbringung: bis zu 1280 ppm.
Technische Verfügbarkeit: ≥ 95 %.
Skalierbares Output-Konzept: bis zu 128 Kavitäten.
Reinraumklassifizierung: bis zu ISO 7 Standard.

 

Ergebnis

Dank der vorausschauenden Entwicklung und Validierung konnte das System schnell konstruiert und installiert werden, wodurch langwierige Testläufe vermieden wurden. Die Implementierung des ersten Produktionssystems erfolgte etwa 25 % schneller als geplant, wobei durch die vollständige Inline-Integration eine höhere Produktionsleistung, kürzere Zykluszeiten und eine verbesserte Sauberkeit erzielt wurden.