Elke Büdenbender besucht HAHN Automation Group: Berufliche Bildung schafft Perspektiven über Grenzen hinweg

Rheinböllen, 2. Juli 2026 – Als Condrad Sekgwathe und Nicholas Maphane im Frühjahr 2023 für ein dreiwöchiges Praktikum nach Rheinböllen kamen, hätten sie wohl kaum gedacht, dass sie wenige Jahre später an ihrem Arbeitsplatz Besuch von Elke Büdenbender empfangen würden. Heute arbeiten beide als Mechatroniker bei der HAHN Automation Group – und ihre Geschichte steht beispielhaft für den Erfolg der VDMA-Initiative „Skilled Workers for Africa“.

Aus diesem Anlass besuchte Elke Büdenbender, Juristin und Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, am 1. Juli 2026 gemeinsam mit VDMA-Vizepräsidentin Verena Thies, dem Botschafter der Republik Botswana in Deutschland, John-Thomas Dipowe, sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern des VDMA den Standort Rheinböllen. Sie war Schirmherrin der von 2014 bis 2024 durchgeführten VDMA-Initiative „Skilled Workers for Africa“ und informierte sich in diesem Zusammenhang abschließend über deren nachhaltige Ergebnisse, indem sie sich mit Condrad Sekgwathe und Nicholas Maphane austauschte, die heute fest zum HAHN Team gehören.

Ausbildung als Grundlage für internationale Perspektiven

Die VDMA-Initiative „Skilled Workers for Africa“ förderte den Aufbau einer praxisnahen industriellen Berufsausbildung in afrikanischen Ländern. Gemeinsam mit der botswanischen Regierung wurde eine modulare Ausbildung zum Mechatroniker entwickelt. Condrad und Nicholas gehören zu den ersten Absolventen dieses Programms. Nach ihrem Praktikum bei HAHN Automation Group im Jahr 2023 wurden beide in das Unternehmen übernommen und arbeiten heute in der Montage am Standort Rheinböllen.

Dass der Einstieg in Deutschland so gut gelang, führen beide nicht zuletzt auf ihre Ausbildung in Botswana zurück. „Das Programm in Botswana hat uns sehr gut vorbereitet. Wir haben schon dort nach deutschen Standards gearbeitet, mit deutschen Fachbüchern gelernt und alle Arbeitsschritte dokumentiert.“ Beeindruckt habe sie vor allem die Größe der Anlagen und die hochautomatisierten Fertigungsprozesse. Besonders faszinierend sei gewesen, zu erleben, wie aus einem digitalen Modell Schritt für Schritt eine reale Maschine entsteht.

Vom Praktikanten zum Kollegen

Natürlich brachte der Neustart in Deutschland auch Herausforderungen mit sich. Bis heute sei die deutsche Sprache die größte Hürde. Zwar verstehen beide inzwischen den Großteil der Gespräche im Arbeitsalltag, beim Antworten falle Deutsch manchmal noch schwer. Gleichzeitig erleben sie täglich die Unterstützung ihrer Kolleginnen und Kollegen.

Einen einzelnen Moment des Ankommens habe es nicht gegeben, erzählen sie. Vielmehr sei daraus über die Zeit ein Prozess geworden – geprägt von gegenseitiger Unterstützung, gemeinsamen Projekteinsätzen und wachsendem Vertrauen.
 

 „Arbeitskollegen am Tag, Freunde am Abend.“

 

Für Pascal Tailliar, Head of People & Culture der HAHN Automation Group, ist genau das der eigentliche Erfolg der Initiative. „Das Besondere an dieser Geschichte ist nicht, dass zwei junge Menschen für ein Praktikum nach Deutschland gekommen sind. Das Besondere ist, dass sie geblieben sind, sich weiterentwickelt haben und heute ein fester Bestandteil unseres Teams sind.“

Gleichzeitig unterstreiche ihre Entwicklung den hohen Stellenwert einer praxisnahen beruflichen Ausbildung. „Wir haben Condrad und Nicholas nicht eingestellt, weil sie aus Botswana kommen. Wir haben sie eingestellt, weil sie uns fachlich überzeugt haben. Ihre Geschichte zeigt, dass hochwertige berufliche Ausbildung international vergleichbare Qualifikationen hervorbringen kann.“

Gemeinsam Perspektiven schaffen

Nach dem Austausch mit Condrad und Nicholas in der Montagehalle kamen die Gäste zu einer gemeinsamen Gesprächsrunde zusammen. Im Mittelpunkt standen die Bedeutung beruflicher Bildung, internationale Zusammenarbeit und die erfolgreiche Integration qualifizierter Fachkräfte.

 

„Eine gute Ausbildung fördert auch gesellschaftliche Zusammenarbeit, da sie Teilhabe ermöglicht und Zukunft eröffnet“, betonte die Frau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.


Auch für die HAHN Automation Group zeigt die Geschichte von Condrad und Nicholas, welchen Beitrag internationale Bildungskooperationen leisten können – insbesondere für Unternehmen in ländlichen Regionen. „Gerade außerhalb der großen Ballungsräume ist es wichtig, alle Potenziale zur Fachkräftesicherung zu nutzen. Unsere eigene Ausbildung bleibt dabei die wichtigste Grundlage. Gleichzeitig zeigt die Geschichte von Condrad und Nicholas, dass internationale Bildungskooperationen einen echten Mehrwert schaffen können. Entscheidend ist, talentierten Menschen eine Perspektive zu geben und sie auf ihrem Weg zu begleiten“, so Jörn Trierweiler, Mitglied der Geschäftsführung der HAHN Automation Group.

Für Condrad und Nicholas ist ihre Geschichte zugleich eine Botschaft an junge Menschen – in Botswana ebenso wie in Deutschland. „Eine Ausbildung kann Türen öffnen, mit denen man vorher nicht gerechnet hätte.“