Rheinböllen, 6. August 2026 – Im Rahmen seiner Sommertour besuchte der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Michael Ebling die HAHN Automation Group am Unternehmenshauptsitz in Rheinböllen. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Zukunft industrieller Wertschöpfung in Rheinland-Pfalz, Forschung und Innovation, die Entwicklung des Life-Sciences-Marktes sowie Ausbildung und Fachkräftesicherung.
Nach einer Unternehmensvorstellung stand der offene Austausch über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven für den Industriestandort im Mittelpunkt. Dabei wurde insbesondere die Bedeutung von Engineering-Kompetenz und technologischer Innovationskraft für die Wettbewerbsfähigkeit der produzierenden Industrie hervorgehoben. HAHN machte deutlich, auch zukünftig gezielt in neue Technologien, Forschung und deren industrielle Umsetzung investieren zu wollen.
Eigene Forschung und starke Partnerschaften
Ein Schwerpunkt des Besuchs lag auf den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der HAHN Automation Group. Die eigene R&D-Abteilung arbeitet eng mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und weiteren Partnerunternehmen zusammen, um Zukunftstechnologien frühzeitig zu identifizieren, zu entwickeln und bis zur industriellen Anwendung voranzutreiben. Zugleich tauschten sich die Gesprächspartner über die Bedeutung eines stärkeren Wissens- und Technologietransfers zwischen Wissenschaft und innovativen mittelständischen Unternehmen aus.
„Wir sind bereit, weiter in Technologie und Entwicklung zu investieren. Dafür brauchen wir ein starkes Innovationsökosystem, in dem Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen eng zusammenarbeiten. Gerade für einen technologieorientierten Mittelständler wie uns ist dieser Austausch entscheidend, um neue Ideen in industrielle Anwendungen zu überführen“, betonte Frank Konrad, CEO der HAHN Automation Group.
Mit DemoRec und FENI-X wurden zwei aktuelle Forschungsprojekte vorgestellt. DemoRec beschäftigt sich mit der Automatisierung und Industrialisierung der Demontage von Lithium-Ionen-Batterien und damit, wertvolle Rohstoffe möglichst effizient in den Kreislauf zurückzuführen. Im Projekt FENI-X entwickelt HAHN Ansätze für resilientere Produktionssysteme. Dazu gehört unter anderem ein digitaler „Gesundheitspass“, der den Zustand von Anlagen und Komponenten transparent macht und eine vorausschauende Instandhaltung unterstützt.
Life Sciences als Zukunftsmarkt
Bei einem anschließenden Rundgang durch die Montage erhielt die Delegation anhand von drei aktuell im Aufbau befindlichen Automatisierungsanlagen konkrete Einblicke in die Engineering- und Umsetzungskompetenz von HAHN. Einen Schwerpunkt bildeten Anwendungen aus dem Bereich Life Sciences – von hochautomatisierten Montage- und Verpackungsprozessen bis hin zu komplexen Produktionslösungen für Medizintechnikprodukte.
Der Besuch bot zugleich Gelegenheit zum Austausch über die weitere Entwicklung des Life-Sciences-Standorts Rheinland-Pfalz. HAHN versteht sich hierbei als Bindeglied zwischen Innovation und industrieller Produktion: Neue Produkte und Prozesse müssen nicht nur entwickelt, sondern anschließend zuverlässig, reproduzierbar und wirtschaftlich in die Serienfertigung übertragen werden. Prozessentwicklung, Automatisierung, Prüftechnik und Validierung sind dabei entscheidende Bausteine.
Ausbildung als langfristige Investition
Zum Abschluss rückten Ausbildung und Fachkräftegewinnung in den Mittelpunkt. Rund 50 junge Menschen absolvieren derzeit am Standort Rheinböllen ihre Ausbildung, jährlich bietet HAHN bis zu 20 neue Ausbildungsplätze an. Viele ehemalige Auszubildende entwickeln sich nach ihrem Abschluss innerhalb des Unternehmens weiter und übernehmen später Aufgaben beispielsweise im Engineering oder Projektmanagement.
„Wir setzen seit jeher auf die eigene Ausbildung. Junge Menschen selbst zu qualifizieren, ihnen Perspektiven zu bieten und sie langfristig für technische Berufe zu begeistern, ist für uns eine Investition in die Zukunft unseres Unternehmens und der Region“, erklärte Pascal Tailliar, Head of People & Culture.
Bei einem Rundgang durch das Training & Education Center erhielten Herr Ebling und seine Delegation einen direkten Einblick in die praktische Ausbildung bei HAHN. Gleichzeitig wurde im Gespräch deutlich, dass die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte insbesondere im gewerblich-technischen Bereich eine gemeinsame Herausforderung für Unternehmen und Wirtschaftsstandort bleibt.
Der Besuch machte deutlich, wie eng Ausbildung, Forschung und industrielle Umsetzung miteinander verbunden sind. HAHN möchte diese Kompetenzen weiterhin einbringen und gemeinsam mit Politik, Wissenschaft und Wirtschaft dazu beitragen, Rheinland-Pfalz als innovativen und wettbewerbsfähigen Industriestandort weiterzuentwickeln.
